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das Internierungslager 1914-1919
Le camp d’internés 1914-1919

Dieser Internet-Auftritt verfolgt das Ziel, möglichst viele Informationen über das Internierungslager auf der Ile Longue zusammenzustellen, damit Historiker und Nachkommen der Internierten sich ein Bild von den Realitäten dieses bisher wenig bekannten Lagers machen können - nicht zuletzt auch, um die bedeutenden kulturellen Leistungen der Lagerinsassen zu würdigen.

Le but de ce site est de prendre contact avec les familles des prisonniers allemands, autrichiens, hongrois, ottomans, alsaciens-lorrains... qui ont été internés, pendant la Première Guerre mondiale, dans le camp de l’Ile Longue (Finistère).

Mehr als 5 000 Männer aus den Staaten der Achsenmächte waren zwischen 1914 und 1919 im Lager Île Longue gefangen, ab Mitte 1916 waren es nur noch Zivilisten. Die Association Île Longue hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte des Lagers zu erforschen. Eine wichtige Rolle hierbei spielen Zeugnisse der Inhaftierten – diese nach über 100 Jahren zu finden, gleicht oft der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen.

Meist ist es denn auch so, dass Nachkommen von Gefangenen sich an die Association wenden und nicht umgekehrt. Und mit viel Glück gibt es in den Familien dieser Gefangenen noch Briefe, Zeichnungen, Fotos, sogar Tagebücher aus der Zeit im Lager.

Carl Eugen Schill war zwischen 1914 und 1919 Zivil-Internierter – die Existenz seines Tagebuches (Abb. 1) ist uns erst seit kurzem, nämlich seit dem 15.02.2018 bekannt.

Image n° 1 Titre intérieur du journal intime
Abb. 1 Innentitel des Tagebuchs
Illustration 1 Frontispiece of the journal

In diesem Falle haben sich nicht Nachkommen an die Association gewandt, sondern ein harmloser Gegenstand – nämlich ein Holzschuh – hat uns auf die Spur von Carl Eugen Schill gebracht. Dieser Schuh steht am Anfang einer überaus spannenden deutsch-französischen Schnitzeljagd, die uns nach mehreren Stationen schließlich zu ihm und, nach weiteren Stationen, zu seinem Tagebuch führen sollte.

Dramatis personae, in der Reihenfolge ihres Auftretens:

  • ein Holzschuh
  • Didier Cadiou aus Crozon/Finistère, Mitglied der Association Île Longue
  • Gérard Schneider aus Crozon/Finistère, Mitglied der Association Île Longue
  • Bernard Jacquet aus Nantes, Vorsitzender der Association Île Longue
  • Monique Drevillon aus Brest, Mitglied der Association Île Longue
  • Sabine Herrle aus Freiburg im Breisgau, Mitglied der Association Île Longue
  • Hans Raach und Heidrun Deh vom Bürgeramt Reutlingen
  • Roland Brühl vom Stadtarchiv Reutlingen
  • Dr. Andreas Fallscheer-Schlegel aus Reutlingen
  • Gabriele Denz vom Ordnungsamt Laufenburg/Baden
  • Dr. Sabine Dohnicht geb. Schill, Enkelin von Carl Eugen Schill, Gutach/Breisgau

Crozon (Bretagne), 2012
Didier und Gérard entdecken – unabhängig voneinander – bei Recherchen für einen Artikel über das Lager Île Longue einen Holzschuh auf e-bay. In diesen sind die Namen von Orten von Internierungslagern geschnitzt. Gérard fertigt einen screenshot an.

Image n° 2 La sabot sur ebay - capture d’écran
Abb. 2 Der Holzschuh bei ebay - Screenshot
Illustration 2 The sabot on ebay - screenshot

Crozon (Bretagne), 20.10.2017
Mitgliederversammlung der Association, an der auch Bernard, Didier, Gérard und Monique teilnehmen. Thema ist auch der Erwerb von Gegenständen mit Bezug zum Lager, um die bereits bestehende Ausstellung zu bereichern. Didier erinnert sich an den Holzschuh. Noch am selben Abend stellt er fest, dass er immer noch angeboten wird. Und zwar in einem Trödelladen in Freiburg!

Freiburg i. Br., 26.10.2017
Sabine erhält eine E-Mail von Bernard mit der Bitte, den Holzschuh zu kaufen. Dies tut sie; anschließend fährt sie, wie geplant, mit ihrem Mann für 10 Tage in die Provence.

Apt (Provence), 28.10.17
In der Ferienwohnung fotografiert Sabine den Holzschuh. Es sind die Namen mehrerer Orte eingeschnitzt: Château Ste. Anne, Crozon, Charles Martel, Île Longue, außerdem die Jahreszahlen 1914-1919. Die Schnitzereien sind von hoher Qualität – professionell gemacht? Auf der Sohle findet sich ein Hinweis: „Weihnachten 1915“ (Abb. 3)

Image n° 3 Différentes vues de la sabot, inscription « Weihnachten 1915 » (Noël 1915)
Abb. 3 Verschiedene Ansichten des Holzschuhs, Inschrift „Weihnachten 1915“
Illustration 3 Different views of the sabot, inscription „Weihnachten 1915“ (Christmas 1915)

Handelte es sich um ein Weihnachtsgeschenk? Wann wurde der Schuh mit den Schnitzereien verziert? Ist es ein Solitär oder ist der Schuh Teil einer Mini-Serie? Und, vor allem: Wem gehörte er? Fragen über Fragen... Dass der Schuh uns diese Fragen beantworten würde, schien ein Ding der Unmöglichkeit, waren schließlich über 100 Jahre vergangen. Noch am selben Tag schickt Sabine den Schuh an Monique in Brest.

Brest (Bretagne), 4.11.17
Das Paket mit dem Schuh kommt bei Monique an. Als erstes lässt sie den Schuh auf den Spuren seines – immer noch unbekannten Besitzers – spazieren gehen. Hier steht er an der Stelle, wo das Gefangenenschiff „Charles Martel“ lag (Abb. 4).

Image n° 4 La sabot à Brest
Abb. 4 Der Holzschuh in Brest
Illustration 4 The sabot in Brest

Anschließend untersucht Monique den Schuh genauer. Wie in einem Krimi entdeckt sie, mithilfe starken Lichts, eine kaum sichtbare weitere Inschrift auf der Sohle, unterhalb des Absatzes!

Image n° 5 La deuxième inscription à peine visible, qui ne devient visible que sous une forte lumière :
Abb. 5 Die kaum sichtbare zweite Inschrift, die nur unter starkem Licht sichtbar wird:
Illustration 5 The almost invisible second inscription is unveiled with the help of very strong light:
„C. Schill, Reutlingen, (Wtbg.)“

Monique ist es gelungen, den Schuh dazu zu bewegen, den Namen seines ursprünglichen Besitzers preiszugeben! Und tatsächlich finden wir den Namen auch im Gefangenenregister des Lagers Île Longue:

Carl Eugen Schill, Reutlingen,
(Königreich) Württemberg
* 11.06.1880 in Reutlingen

Die Schnitzeljagd ist noch lange nicht zu Ende – im Gegenteil, sie nimmt an Fahrt auf!

Freiburg, 05.11.2017
Mit dem Betreff „Bitte um Unterstützung bei einer historischen Recherche“ schreibt Sabine eine E-Mail an Hans Raach vom Bürgeramt in Reutlingen mit der Frage, ob es lebende Nachfahren von Carl Eugen Schill gebe. Reutlingen ist der Geburtsort von Carl Eugen Schill, und der Name dieser Stadt steht auch auf dem Schuh.

Reutlingen, 22.11.2017
Hans Raach leitet die E-Mail an seine Kollegin Heidrun Deh weiter. Diese teilt Sabine mit, dass beim Stadtarchiv Reutlingen das Familienregister der Eltern von Carl Eugen Schill geführt werde. Sie habe Sabines E-Mail dorthin weitergeleitet.

Reutlingen, Anfang Dezember 2017
Roland Brühl vom Stadtarchiv Reutlingen übernimmt, recherchiert, wird fündig und …

Reutlingen, 06.12.2017
teilt Sabine mit, dass sich ein Nachkomme von Carl Eugen Schill bei ihr melden werde. Was für ein Glück! Die Spannung steigt!

Reutlingen, 07.12.2017
Dr. Andreas Fallscheer-Schlegel aus Reutlingen meldet sich bei Sabine. Seine Großmutter Maria Fallscheer geb. Schill war die Schwester von Carl Eugen Schill. Dr. Andreas Fallscheer-Schlegel ist also sein Großneffe. Von ihm kommt weiter der Hinweis, sein Großonkel habe eine Dorothee Schmiede aus Laufenburg/Baden geheiratet. Die beiden hätten einen Sohn, Robert Schill. Carl Eugen Schill sei 1950 verstorben, seine Schwester Maria 1941.

Freiburg, 08.12.2017 / 03.01.2018
Sabine schreibt an die Gemeindeverwaltung Laufenburg/Baden, ob sich Hinweise auf Robert Schill und seine Familie im Melderegister befänden und ob es Nachkommen gebe? Als Betreff gibt sie wieder „Bitte um Unterstützung bei einer historischen Recherche“ an.

Laufenburg (Baden), 04.01.2018
Gabriele Denz vom Ordnungsamt Laufenburg antwortet. Laut Melderegister hat Robert Schill zwei Töchter, eine davon Sabine Dohnicht, geb. Schill, Enkelin von Carl Eugen Schill.

Freiburg, 04.01.2018
Aufgrund des ungewöhnlichen Nachnamens findet Sabine (Herrle) Sabine Dohnicht im Netz, wenn auch unter ihrer Arbeitsstelle. In einem Brief dorthin berichtet sie von der Arbeit der Association Île Longue und fragt bei Sabine Dohnicht nach, ob es Zeugnisse ihres Großvaters, beispielsweise ein Tagebuch, Zeichnungen, Fotografien gebe?

Gutach im Breisgau, 09.01.2018
Nach einigen Tagen dann die Antwort: Sabine Dohnicht schreibt, sie habe sich über den Brief gefreut. Es existiere vielleicht ein Tagebuch von Carl Eugen Schill!

Gutach im Breisgau / Freiburg, Januar 2018
Mails zwischen Sabine (Herrle) und Sabine Dohnicht, in denen u.a. die Geschichte der Schnitzeljagd um den Holzschuh erläutert wird.

Gutach im Breisgau, 15.02.2018

Sabine (Herrle) besucht Sabine Dohnicht in Gutach – nur 17km nördlich von Freiburg! Auf dem Esstisch der Dohnichts liegt das Tagebuch, eingeschlagen in Packpapier (Abb. 6)

Image n° 6 Le journal, enveloppé dans du papier d’emballage marron.
Abb. 6 Das Tagebuch, in braunes Packpapier eingeschlagen
Illustration 6 The journal, wrapped in brown paper

In diesem befindet sich auch ein Foto, das Carl Eugen Schill im Lager Île Longue zeigt und das offenbar als Postkarte verschickt werden sollte.

Image n° 7 Carte postale de Carl Eugen Schill dans le camp de l’Île Longue.
Face avant : Carl Eugen Schill au milieu
Face arrière : « Prises de vue dans le camp de concentration de l’Île-Longue, près de Brest (France) à l’été 1919 »
Abb. 7 Postkarte von Carl Eugen Schill im Lager Île Longue
Vorderseite: Carl Eugen Schill in der Mitte
Rückseite: „Aufnahme im Konzentrationslager Ile Longue b. Brest (Frankreich) im Sommer 1919“
Illustration 7 Postcard showing Carl Eugen Schill in the Île Longue camp
Front: Carl Eugen Schill (center)
Back: „Photo taken in the Île Longue concentration camp near Brest (France), summer 1919“

Sabine Dohnicht erinnert sich an den Holzschuh. Er hing in der Wohnung der Großmutter und diente als Deko-Objekt. Nach dem Tod der Großmutter kam er in ihr Elternhaus. Als ihre Mutter zu ihr nach Gutach zog, habe sie ihn – mit vielen anderen Dingen – in ein second-hand-Kaufhaus in Freiburg gebracht. Ihr sei nicht bewusst gewesen, dass der Schuh ein Erinnerungsstück an die Kriegsgefangenschaft ihres Großvaters gewesen sei.

Hier endet die Schnitzeljagd. Die Entdeckung eines geschnitzten Holzschuhs im Netz führte uns also nach einigen Etappen zu einem weiteren Zivilgefangenen, der ein Tagebuch voller Zeichnungen, Fotos und eingeklebter Erinnerungsstücke hinterließ.

Last but not least- Danke!
Wir hätten Carl Eugen Schills Tagebuch nicht aufgespürt ohne Hilfe:

Ein großes Dankeschön geht an Hans Raach und Heidrun Deh vom Bürgeramt Reutlingen, Roland Brühl vom Stadtarchiv Reutlingen sowie an Gabriele Denz vom Ordnungsamt Laufenburg/Baden für ihre Unterstützung. Den entscheidenden Hinweis, in Laufenburg weiterzusuchen, erhielten wir von Herrn Dr. Andreas Fallscheer-Schlegel. Auch ihm sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt.

In Kürze wird hier auch ein weiterer Artikel zu lesen sein – über Carl Eugen Schill, seine Geschichte, und sein Tagebuch.

... der spannende Weg zum Tagebuch von Carl Eugen Schill
von Sabine , Monique
On-line gesetzt am 19. März 2018
zuletzt geändert am 3. Mai 2018
Rubrik : Carl Eugen Schill

Mehr als 5 000 Männer aus den Staaten der Achsenmächte waren zwischen 1914 und 1919 im Lager Île Longue gefangen, ab Mitte 1916 waren es nur noch Zivilisten. Die Association Île Longue hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte des Lagers zu erforschen. Eine wichtige Rolle hierbei spielen (...)

von Ursula , Gérard
On-line gesetzt am 10. Juli 2017
zuletzt geändert am 21. März 2018
Rubrik : Erlebnisberichte einiger Internierter

Als Franz Ganslandt aus Bielefeld nach seiner Pensionierung begann, für seine drei Kinder die Familiengeschichte der Ganslandts aufzuschreiben, fiel ihm auf, dass er über das bewegte Leben seines Vaters, Herbert Ganslandt, einiges nicht wusste. Franz Ganslandt im Jahr 2014 in seiner Wohnung in (...)

von Ursula
On-line gesetzt am 29. Oktober 2016
zuletzt geändert am 4. Dezember 2016
Rubrik : Das holländische Passagierschiff „Nieuw Amsterdam“

Dr. Krahnstöver, Schiffsarzt auf der Vaterland

Kurz und ereignisreich war die Dienstzeit des Schiffsarztes Dr. Krahnstöver auf dem Transatlantikliner Vaterland, dem Flaggschiff, der deutschen Reederei Hapag Anfang des letzten Jahrhunderts. Postkarte des Transatlantikliners VATERLAND der (...)

von Ursula , Monique
On-line gesetzt am 21. September 2016
Rubrik : Besondere Internierte

Auteur: Monique, traduction: Liselotte und Ursula

Árpád von Késmárky – oder de Késmárky – wird am 12. Juni 1886 in Budapest geboren.

Am 2. August 1914, gleich nach Ausbruch des 1. Weltkriegs, wird er in Paris aufgrund der Anordnungen des Kommissars des VI. Arrondissements verhaftet. Wegen seiner ungarischen Staatsangehörigkeit gehört er zu den verdächtigen Personen. Zuerst wird er nach Le Blanc (Département Indre) gebracht, dann ins Département Finistère. Dort kommt er zuerst in das Lager für Zivilinternierte im alten Kloster von Kerbénát, in der Nähe von Landerneau (Finistère). Am 30. November 1918 wird er in das Internierungslager der Île Longue verlegt, von wo aus er einen Fluchtversuch unternimmt. Am 15. Mai 1919 wird er zusammen mit 615 anderen österreich-ungarischen Zivilinternierten über die Schweiz, via Annecy [15], repatriiert.

Die Jahre in Paris

Obwohl wir – bis zum jetzigen Zeitpunkt - keine Fotografie von Árpád von Késmárky besitzen, können wir uns den jungen Mann dank der Unterlagen des Archivs des Lagers Île Longue gut vorstellen: 1,69 m groß, ovales Gesicht, eine Adlernase, schwarze Haare und Augenbrauen, braune (...)

von Ursula
On-line gesetzt am 28. Juni 2016
zuletzt geändert am 13. August 2016
Rubrik : Erlebnisberichte einiger Internierter

„Wenn man die Dinge nicht ändern kann, dann sollte man das beste daraus machen! -
das war der Leitspruch meines Vaters,“ erinnert sich Dorothea Baehr.

Diese Einstellung hat Hans Baehr in schwierigen Phasen seines Lebens sehr oft geholfen. Vielleicht ist dies auch einer der Gründe dafür, dass er sich – schon mit einem Blick in die Zukunft - entschloss, die Werke der Internierten auf der Île Longue zu sammeln, um so eine Dokumentation über dieses Lager zusammenzustellen.

Die Tochter von Hans Baehr wohnt heute noch auf dem Gelände des Tobiashammer in Ohrdruf, der über viele Jahre in Familienbesitz war, mit verschiedenen Gebäuden und ein einem kunstvoll angelegten Garten. In der DDR-Zeit und insbesondere nach der Verstaatlichung des Tobiashammer im Jahr 1972 hatte sich vieles verändert. Häuser und Garten waren vernachlässigt. Dorothea Baehr hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, den großen Garten zu pflegen und ihm wieder etwas von dem alten Glanz zurückzugeben.

Heute ist der Tobiashammer, eine vor 500 Jahren erbaute mit Wasserkraft betriebene Schmiedeanlage in Ohrdruf/Thüringen, ein Industriemuseum. Der Urgroßvater mütterlicherseits von Hans Baehr, Johann Carl Friedrich Maelzer, kaufte das Werk im Jahr 1840 und modernisierte es in den Folgejahren von Grund auf. Nach dessen Tod im Jahr 1872 übernahm Sohn Christian August Maelzer die Firma. Er vergrößerte das Anwesen durch den Zukauf von Ländereien und den Bau von zusätzlichen landwirtschaftlichen Gebäuden. Als Christian August Maelzer im Jahr 1892 verstarb, leitete seine Frau Minna, eine nicht nur geschäftstüchtige sondern auch kunstsinnige Frau (1849 - 1922), fast neun Jahre lang allein den Betrieb. 1900 übergab sie die Firma ihrem Schwiegersohn Hans Baehr (geb. 12.01.1850) - dem Vater von Hans Baehr -, der Mitinhaber der Firma Baehr & Proeschild in Ohrdruf (Herstellung von Porzellan und Biskuit-Puppenköpfen), war.

Grundlage für diese Beschreibung des Lebens von Hans Baehr, die schwerpunktmäßig die Zeit seiner Gefangenschaft und seine Sammlung zur Île Longue beleuchten soll, sind:

  • Informationen aus der persönlichen Sammlung von Hans Baehr (Eine Trouvaille in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig: Nicht katalogisierte Beilage in der Sammlung Lagerzeitung Die Insel-Woche - Signatur ZB 10939)
  • Mündliche Berichte von Dorothea Baehr, April 2016
  • Hans Baehr, Tagebuch aus der Zeit vom 2.08.1914 bis 24.09.1914, 22 Seiten Schreibmaschine (Gefunden im Nachlaß von Hans Baehr im Mai 2016)
  • Hans Baehr, „Vortrag über meine Gefangenschaft“, undatiert, 17 Seiten Schreibmaschine (Gefunden im Nachlaß von Hans Baehr im Mai 2016)

6 Seiten der Erinnerungsmappe von Hans Baehr,

in: Persönliche Sammlung Hans Baehr

Hans Baehr, geboren am 23.06.1891, ist das zweite Kind von Hans Baehr (*1859) und seiner Frau Helene, geborene Maelzer, (*1869). Er wächst zusammen mit seinen drei Geschwistern, Gerhard (*1889), Margarete (*1892) (...)

von Ursula
On-line gesetzt am 11. März 2016
zuletzt geändert am 14. Mai 2016
Rubrik : Erlebnisberichte einiger Internierter

Max Pretzfelder gehört zu den Künstlern, die das Kulturleben auf der Ile Longue besonders geprägt haben. In den Archives départementales du Finistère befinden sich Belege seiner künstlerischen Tätigkeit während seiner Internierungszeit. Auch in weiteren Archiven und Museen haben wir Spuren von ihm aus dieser Zeit gefunden: Deutsches Historisches Museum, Berlin; Bibliothèque nationale et universitaire de Strasbourg; Bundesarchiv-Militärarchiv, Freiburg; Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale University; Deutsche Kinemathek (Nachlass G.W. Pabst), Berlin; Deutsche Nationalbibliothek, Leipzig.

Im Deutsches Literatur-Archiv Marbach, befinden sind in der Sammlung des Schriftstellers Karl Wolfskehl Briefe von Max Pretzfelder, die er während der Zeit seiner Internierung geschrieben hat, sowie ein Text “Novelle Flucht” mit vier Skizzen über seinen Ausbruch aus dem Lager im Jahr 1919. Diese Dokumente sind die Grundlage meiner Beschreibung seines Aufenthaltes auf der Île Longue. Hinsichtlich der Veröffentlichung konnte der Rechteinhaber trotz intensiver Suche nicht ausfindig gemacht werden. Sollten geltende Rechte bestehen, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf.

Vorderseite der Postkarte von Max Pretzfelder an Karl Wolfskehl aus dem Internierungslager Île Longue vom 14.05.1918

Front of a postcard written by Max Pretzfelder in the Île Longue internment camp to Karl Wolfskehl, dated May 14, 1918

Deutsches Literatur-Archiv Marbach Das „ersehnte“ Lager

Max (...)

von Gérard
On-line gesetzt am 24. Februar 2016
Rubrik : Die Einrichtung der Internierungslager
von Gérard
On-line gesetzt am 6. Februar 2016
zuletzt geändert am 7. Februar 2016
Rubrik : Presse (de)
von Gérard
On-line gesetzt am 6. Februar 2016
zuletzt geändert am 8. Februar 2016
Rubrik : Presse (de)
von Gérard
On-line gesetzt am 6. Februar 2016
Rubrik : Vorträge

Zivilisten aus Regensburg, Bayern und Deutschland als Gefangene des Internierungslagers Île Longue, Bretagne, 1914 - 1919

Eine gemeinsame Veranstaltung

  • der Deutsch-Französische Gesellschaft Regensburg,
  • des Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg,
  • der Staatliche Bibliothek Regensburg

Vortrag von Bernard Jacquet und Christophe Kunze am 22. Januar 2016 im Großen Runtingersaal, Keplerstraße 1, Regensburg


Traité de l'Elysée

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